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Martina Rosenberg

Anklage Sterbehilfe
Gesellschaft

Martina Rosenberg: Anklage Sterbehilfe – Machen unsere Gesetze Angehörige zu Straftätern?

8. Dezember 2018

Buchinfos

Anklage Sterbehilfe

Titel: Anklage Sterbehilfe – Machen unsere Gesetze Angehörige zu Straftätern?

Autor: Martina Rosenberg

Genre: Sterbebegleitung & Sterbehilfe

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag

Erschienen: 15. August 2016

Seitenanzahl: 240 Seiten

Preis: 8,99 € e-book / 19,99 € Gebundene Ausgabe / 9,99 € Taschenbuch


Inhalt

Leben um jeden Preis?

Juni 2012. Das Gericht verurteilt einen 26-jährigen Mann zu drei Jahren Gefängnis. Er tötete seine Mutter, die seit sieben Jahren im Wachkoma in einem Pflegeheim lag. Ein Drama, das so nicht hätte passieren dürfen. Im Stich gelassen von Gesellschaft und Politik, traf der Sohn eine unwiderrufliche Entscheidung. Wie konnte es dazu kommen? Martina Rosenberg erzählt die authentische Geschichte eines Sohnes, der dem Leiden seiner Mutter nicht mehr tatenlos zusehen konnte – und sie stellt die Frage: Wollen wir in einer Gesellschaft leben, die mitfühlende Angehörige zu Straftätern macht?


Meine Meinung

Sterbehilfe ist ein empfindliches Thema, mit dem man sich nicht gerne beschäftigt. So unangenehm dieses Thema aber auch sein mag, dieses Buch macht deutlich, wie wichtig es für JEDEN ist, sich damit einmal ernsthaft auseinander zu setzen.

Das Buch handelt von Jan, der seine Mutter von ihrem Leiden erlösen wollte und dafür drei Jahre im Gefängnis verbringen musste. Es geht hier nicht um die harten Fakten, sondern um Schicksale am Beispiele einer Familie. Jan’s Mutter war eine aktive Frau, deren Leben von einem Moment auf den anderen vorbei war, was niemand hat kommen sehen. Dieses Schicksal zeigt ganz klar, dass man keine langjährige Krankheit haben, um zu einem Pflegefall zu werden; es kann uns alle treffen – jederzeit!

Solche Schicksalsschläge zerstören nicht nur das Leben einer einzelnen Person, sondern ebenfalls das Leben der Familie. Jan’s Mutter hat sich nie ernsthaft mit dem Fall der Fälle beschäftigt, hätte sie dies getan, wäre Jan sicher niemals im Gefängnis gelandet und auch hinsichtlich ihres Mannes wären viele Probleme gar nicht erst erstanden.