Die Schweigende

⌈Rezension⌋ Ellen Sandberg: Die Schweigende

Buchinfos

Titel: Die Schweigende

Autorin: Ellen Sandberg

Genre: Familienroman

Verlag: Penguin Verlag

Erschienen: 26. Oktober 2020

Seitenanzahl: 544 Seiten

Preis: 12,99 € e-book ¦ 16,00 € Taschenbuch


 

Inhalt

München, 2019. Im Garten der Familie Remy verdorren langsam die Rosenbüsche, die zur Geburt der drei Töchter gepflanzt wurden. Imke, Angelika und Anne sind längst erwachsen und gehen ihrer Wege – bis zu dem Tag, an dem ihr Vater beigesetzt wird. Denn auf dem Sterbebett nimmt er Imke ein Versprechen ab, das schnell eine zerstörerische Kraft entfaltet – und das sie alles hinterfragen lässt, was sie über ihre Mutter zu wissen glaubt.

1956. Im Nachkriegsdeutschland wächst eine neue Generation heran. Die lebenslustige Karin spart für ihre erste Jeans, träumt von Elvis Presley und davon, später Ärztin zu werden. Sie ahnt nicht, dass die Schatten der Vergangenheit lang und mächtig sind – und welch verheerenden Folgen eine spontane Entscheidung haben wird. Nicht nur für sie.


 

Meine Meinung

Das ist das 3. Buch von Ellen Sandberg, das ich lese. Das erste, das ich gelesen habe, hat mir gar nicht gefallen, das zweite dafür umso mehr. Ich bin froh, dass „Die Schweigende“ an das zweite und nicht an das erste Buch anknüpft. 

Karin, Mutter von drei erwachsenen Töchter kann Nähe und Zuneigung nicht wirklich zulassen bzw. zeigen. Ihre Kinder nehmen sie als sehr distanziert wahr und haben nie erfahren, was es bedeutet, eine sorgende, liebende Mutter zu haben. Was sie aber nicht wissen, ist warum ihre Mutter so ist, wie sie ist. Da die Kapitel aus den unterschiedlichen Sichtweisen geschrieben ist und auch immer wieder Abstecher in Karin’s Vergangenheit macht, erfährt der Leser ganz gut, was hinter Karin’s Distanziertheit steckt. 

Im Moment stehe ich irgendwie total auf solche Familienromane und so hat mich dieses Buch ziemlich schnell in seinen Bann gezogen. Es zeigt auch sehr deutlich, wie sich das Leben in den letzten 50-70 Jahren doch verändert hat und welche Entwicklung unsere Gesellschaft in doch eigentlich so kurzer Zeit hingelegt hat. Alleine diesen Vergleich im Buch zu lesen ist das Lesen schon wert.

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