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⌈Rezension⌋ Christoph Keese: Silicon Valley – Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt

7. April 2019

Buchinfos

 

Titel: Silicon Valley – Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt

Autor: Christoph Keese

Genre: Wirtschaft

Verlag: Penguin Verlag

Erschienen: 12. September 2016

Seitenanzahl: 320 Seiten

Preis: 9,99 € e-book ¦ 9,95 € Hörbuch ¦ 19,99 € Gebundenes Buch ¦ 10,00 € Taschenbuch ¦ 16,45 € Audio-CD

Inhalt

Das digitale Zeitalter und seine Hyperökonomie. Aus erster Hand berichtet Christoph Keese von Unternehmern und Innovationen im Silicon Valley und verbindet die vielen Facetten des digitalen Wandels zum großen Bild.

Was sind die Erfolgsrezepte und Treiber der boomenden Internetwirtschaft? Wächst uns Google über den Kopf? Wie wirken Disruption oder Netzwerkeffekt? Und was muss Deutschland unternehmen, um den Anschluss nicht zu verpassen?

Meine Meinung

Der Anfang des Buches, also die Beschreibung der Lebensumstände im Silicon Valley, klingt erst einmal fast schon paradiesisch; viel Sonne und warmes Wetter, Busse sind für die Bürger gratis, viele reiche Menschen, die ihren Reichtum aber nicht heraushängen lassen und die im Vergleich zu ihren Möglichkeiten doch sehr bodenständig leben.

Bildung

Christoph Keese beschreibt eine Welt, in der sehr viel Geld in Bildung investiert wird. Familien spenden dort wirklich große Summen an Schulen. Dies ist ein Punkt, der mich doch sehr beeindruckt hat. Hier in Deutschland ist es ja eher so, dass ein Schüler schon großes Glück hat, wenn er ein Schulbuch erhält, dass noch keine 5 Jahre alt ist. Hier bei uns wird die Bildung einfach auf den Staat abgeschoben und die staatlichen Gelder, die Schulen erhalten, halten sich stark in Grenzen.

Ähnlich verhält es sich bei der Universität Stanford, diese Universität verfügt über ein jährliches (!) Budget von ca. fünf Milliarden Dollar. Die größte Hochschule in Deutschland ist die Universität Köln, die ein jährliches Budget von gerade einmal ca. 1/10 dieser Summe zur Verfügung hat. Allein ca. eine Milliarde Dollar gehen in Standford als Spenden ein.

Gründungen

Auch im Bereich der Gründungen gibt es erhebliche Unterschiede. So werden in Deutschland zum Beispiel jährlich ca. zwei Milliarden Euro an Wagniskapital aufgebracht, in den USA hingegen 64 Milliarden. Neun von zehn Start-Ups scheitern zwar, aber das zehnte hat dafür dann entsprechenden Erfolg. Auch die Hürden, um überhaupt das Geld zu bekommen, sind den USA viel niedriger. Von der Gründung bis zur Auszahlung des Kapitals kann es beispielsweise vorkommen, dass gerade einmal eine einzige Woche vergeht – in Deutschland unvorstellbar! Es gibt so wahnsinnig viele intelligente Menschen hier, von denen sehr viele sicherlich auch einige geile Ideen haben, deren Umsetzung ihnen aber aufgrund unserer Bürokratie und einer teilweise zu vorsichtigen Einstellung einfach enorm erschwert, bzw. sogar unmöglich gemacht werden.

Digitalisierung

Das große Thema „Digitalisierung“, das in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckt, ist in den USA ebenfalls schon viel weiter. Alle haben sich vor einiger Zeit über den Satz „Das Internet ist Neuland für uns“ von Angela Merkel lustig gemacht. So unrecht hatte sie allerdings nicht. Internet ist mehr, als nur bei Facebook surfen und eine Pizza über eine App zu bestellen.

Mit der Digitalisierung kommen ganz neue Arbeitsformen auf uns zu. Selbst Bereiche, von denen wir es gar nicht denken würden – z. B. die Stromversorgung – können theoretisch völlig revolutioniert werden und vermutlich ist es lediglich eine Frage der Zeit.

Silicon Valley: Was aus dem mächtigsten Tal der Welt auf uns zukommt
Christoph Keese - Herausgeber: Penguin Verlag - Auflage Nr. 0 (12.09.2016) - Taschenbuch: 320 Seiten
10,00 EUR

Bert-F.-Hölscher-Digitales-Dilemma
Wirtschaft

Bert F. Hölscher: Digitales Dilemma – Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Innovation – Ein Wegweiser in die digitale Zukunft

15. Dezember 2018

Buchinfos

Bert-F.-Hölscher-Digitales-Dilemma

 

Titel: Digitales Dilemma – Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Effizienz und Innovation – Ein Wegweiser in die digitale Zukunft

Autor: Bert F. Hölscher

Genre: Wirtschaft

Verlag: tredition

Erschienen: 29. August 2017

Seitenanzahl: 329 Seiten

Preis: 14,95 € e-book / 24,95 € Taschenbuch / 29,95 € Gebundene Ausgabe


Inhalt

Die digitale Revolution zwingt die etablierten Unternehmen ihre Geschaftsprozesse, Produkte und Services zu digitalisieren, um den Anschluss an die digitalisierte Wirtschaft nicht zu verpassen. Idealerweise treiben die in einem Markt etablierten Spieler die Entwicklung. Dies ist freilich fundamental schwierig, setzt es doch voraus, das bestehende und (noch) erfolgreiche Geschaftsmodell selbst in Frage zu stellen und im extremsten Fall sogar selbst zu kannibalisieren.

Das grundsatzliche Dilemma fur die etablierten Unternehmen besteht somit darin, den Spagat zwischen Existenzsicherung im Hier und Jetzt sowie der Vorbereitung einer Zukunftsfahigkeit zu bewerkstelligen. Dieses Buch gibt eine Antwort darauf, wie vor allem die etablierten Unternehmen die Herausforderungen der Digitalen Transformation angehen und das Digitale Dilemma erfolgreich meistern konnen.

Mit dem “Digital Transformation Framework” wird ein in der Praxis erprobtes Vorgehensmodell vorgestellt, welches quasi als Navigationssystem durch die einzelnen Phasen des Transformationsprozesses dient. Es fuhrt Unternehmen strukturiert zu einer ganzheitlichen Transformationsstrategie. Das Digital Transformation Framework basiert auf den Erkenntnissen und Erfahrungen zahlreicher, digitaler Transformationsprojekte in verschiedenen Branchen.


Meine Meinung

Unser Leben wird – beruflich sowie auch privat – immer digitaler. Das Thema „Digitalisierung“ betrifft also uns alle. Besonders beruflich sind wir aber darauf angewiesen, uns mit diesem Thema auseinander zu setzen und mit der Zeit zu gehen. Und genau damit setzt sich dieses Buch auseinander. Es zeigt Beispiele, wie die digitale Transformation gelingen, aber auch misslingen kann.

Das Buch ist sehr gut recherchiert. Für das Lesen sollte man sich allerdings Zeit nehmen. „Digitales Dilemma“ ist kein Buch, das man abends zum Entspannen lesen sollte, man sollte hier schon konzentriert bei der Sache bleiben, um den Inhalt auch wirklich verstehen zu können. Ab und zu hatte ich dabei etwas Schwierigkeiten. Daher empfiehlt es sich auch, dieses Buch nur dann zu lesen, wenn man ein wirkliches Interesse am Thema hat, sonst kann es passieren, dass man schnell abschaltet.