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Thriller

Mats Olsson: Demut
Thriller

⌈Rezension⌋ Mats Olsson: Demut

30. Mai 2019

Buchinfos

Mats Olsson: Demut

Titel: Demut

Autor: Mats Olsson

Genre: Thriller

Verlag: btb Verlag

Erschienen: 27. Februar 2017

Seitenanzahl: 736 Seiten

Preis: 11,99 € e-book ¦ 14,99 € Broschiert ¦ 9,95 € Hörbuch

Inhalt

Das hatte er sich anders vorgestellt: Harry Svensson, Exreporter einer Stockholmer Zeitung und angehender Kneipenwirt, hat sich in Malmö mit einer Weinhändlerin verabredet – doch aus der gemeinsamen Nacht wird nichts. Ulrika Palmgren überlegt es sich im letzten Moment anders und setzt ihn vor die Tür. Statt speziellen Sex gibt‘s ein lädiertes Ego und eine gebrochene Nase.

Als er notdürftig verarztet in sein Hotel zurückkehrt, entdeckt er im Nachbarzimmer, dessen Tür lediglich angelehnt ist, den bekannten Blues-Sänger Tommy Sandell, der seinen Rausch ausschläft – neben ihm die Leiche einer Frau. Die Ermittlungen der Polizei in dem Mordfall wollen nicht so recht vorankommen. Nur eins ist sicher: der Musiker war es nicht.

Svensson betreibt derweil seine eigenen Recherchen. Als es wenig später in Göteborg zu einem ähnlichen Fall kommt, ist Harry Svensson sich sicher, dass man es mit einem Serienmörder zu tun hat …

Meine Meinung

Harry Svensson wird durch Zufall in eine Mordserie verwickelt. Da er selbst lange Zeit als Journalist gearbeitet hat, wird sein journalistisches Interesse geweckt und er beginnt selbst damit, zu ermitteln. Es dauert nicht lange, bis ein zweiter Mord geschieht und während seiner Ermittlungen stößt Harry auch auf vergangene Fälle, die zwar auch ohne Mord stattfanden, dennoch aber im Zusammenhang mit der aktuellen Mordserie stehen.

Harry selbst hat keine Ahnung, wer der Täter sein könnte. Der Täter hingegen kontaktiert Harry hin und wieder – mal per E-Mail, mal indem er ihm Botschaften zukommen lässt… Während Harry auch weiterhin im Dunkeln ist, wer hinter den Morden stecken könnte, bleibt es nicht mehr bei E-Mails, der Täter konnte Harry ausfindig machen und verfolgt ihn nun teilweise.

Irgendwann kommt Harry der Wahrheit aber natürlich doch näher und näher, irgendwie muss er noch nur ganz klare Beweise finden…

Dieses Buch hat mir wirklich ausgesprochen gut gefallen. Es ist mal etwas anderes, dass der ermittelnde Protagonist kein Polizist, sondern ein Journalist ist. Natürlich spielt auch die Polizei im Buch eine Rolle, das aber eher am Rande.

Der Schreibstil ist sehr flüssig und bildlich. Mats Olsson hat da wirklich eine tolle Art, zu schreiben. Es gibt zwar ab und zu mal ein paar kurze Phasen, die etwas langgezogen sind, dennoch kommt aber keine Langeweile auf. Es passiert ziemlich viel auf den 736 Seiten. Die Geschichte an sich könnte man zwar bestimmt auch auf 400 oder 500 Seiten erzählen, dennoch habe ich dieses gelegentliche In-Die-Länge-Ziehen nicht als unangenehm empfunden.

Erzählt wird die ganze Geschichte aus der Sicht von Harry, zwischendurch kommt aber auch immer mal wieder ein Kapitel aus der Sicht des Täters vor. So erfährt man schon relativ schnell ein paar Dinge über diesen. Harry’s Sichtweise wird aus der Ich-Perspektive erzählt und die des Täters aus Sicht einer dritten Person. Diese Unterscheidung fand ich ganz gut, denn so ist auch immer gleich klar, wer gerade im Mittelpunkt der Geschichte steht.

“Demut” ist der Debütroman von Mats Olsson und dieser ist ihm meiner Meinung nach auch sehr gut gelungen. Das Ende verspricht eine Fortsetzung, auf die ich bereits sehr gespannt bin.

DEMUT: Thriller
Mats Olsson - btb Verlag - Kindle Ausgabe - Auflage Nr. 0 (27.02.2017)

Nina Sadowsky: Be my girl
Thriller

⌈Rezension⌋ Nina Sadowsky: Be my girl

19. Mai 2019

Buchinfos

Nina Sadowsky: Be my girl

Titel: Be my girl

Autorin: Nina Sadowsky

Genre: Psychothriller

Verlag: Penguin Verlag

Erschienen: 13. Februar 2017

Seitenanzahl: 336 Seiten

Preis: 8,99 € e-book ¦ 13,00 € Broschiert ¦ 9,95 € Hörbuch

Inhalt

Ellie und Rob sind das perfekte Paar. Gut aussehend, erfolgreich, bis über beide Ohren verliebt. Aber nur Augenblicke nach dem Jawort scheint alles in Scherben zu liegen. Rob verbirgt eine entsetzliche Vergangenheit.

Je mehr Ellie erfährt, desto tiefer wird sie in einen Strudel aus Lügen und Verrat gezogen, der ihrer beider Leben bedroht.

Wer ist der Mann, den sie geheiratet hat? Und wie weit will sie gehen, um ihre Liebe zu retten? Denn Rob ahnt nicht, dass auch sie nicht ehrlich zu ihm war …

Meine Meinung

Die Kapitel des Buches werden abwechselnd aus der aktuellen Sicht und der Vergangenheit erzählt. Anfangs hat mir das Buch auch noch sehr gut gefallen und hat mich gefesselt. Allerdings wurde beides beim Lesen weniger und weniger…

Die Kapitel werden aus drei verschiedenen Sichtweisen erzählen, bei denen man auch nicht immer sofort merkt, um wen es nun gerade geht. Hinzu kommt, dass die Kapitel der Vergangenheit auch nicht in einer zeitlich logischen Reihenfolge erzählt werden, sondern komplett durcheinander. Da fällt es teilweise schon schwer, den roten Faden zu halten.

Die Lügen, die Rob Ellie erzählt hat, haben es schon wirklich in sich, zumindest in dieser Hinsicht verspricht der Klappentext nicht zu viel. Was Ellie’s Unehrlichkeit betrifft sieht das aber anders aus. Ich habe das zwei ähnlich “dicke Dinger” erwartet. Während es bei Rob wirklich krasse Lügen sind, ist es bei Ellie nur eine Sache, die sie ihm verheimlicht hat. Diese eine Sache ist zwar auch nicht ohne, aber eben kein Vergleich.

Während des gesamten Buches ist es mir auch nicht gelungen, eine Nähe zu den Protagonisten aufzubauen. Es fiel mir, besonders in der Mitte des Buches, auch echt schwer, dran zu bleiben. Am Ende wird es dann nochmal etwas besser, bzw. spannender, aber trotzdem noch genauso wirr. Außerdem bleiben noch einige offene Fragen. Für mich war vor allem das Ende total unnachvollziehbar und noch wirrer als der Rest.

Meiner Meinung nach passt hier auch nicht der Begriff “Psychothriller” – Thriller, ja, aber für Psycho fehlt da schon noch einiges.

Mich hat das Buch nicht gerade vom Hocker gehauen und ich denke, es gibt doch sehr viel bessere Bücher, in die man sein Geld investieren kann.

Be my Girl: Psychothriller
Nina Sadowsky - Herausgeber: Penguin Verlag - Auflage Nr. 0 (13.02.2017) - Broschiert: 336 Seiten
13,00 EUR

Federico Inverni: Das Opfer Null
Thriller

⌈Rezension⌋ Federico Inverni: Das Opfer Null

6. Mai 2019

Buchinfos

Federico Inverni: Das Opfer Null

Titel: Das Opfer Null

Autor: Federico Inverni

Genre: Thriller

Verlag: Penguin Verlag

Erschienen: 9. Mai 2017

Seitenanzahl: 448 Seiten

Preis: 8,99 € e-book ¦ 10,00 € Broschiert

Inhalt

Du weißt, wie es ist, in Finsternis zu leben. Du spürst, wo das Böse sich versteckt. Aber du kannst dich ihm nicht entziehen.

Seit dem Tod seiner Familie ist für den ehemaligen verdeckten Ermittler Lucas nichts mehr, wie es war. Er isst nicht, er schläft nicht, er empfindet nichts. So muss sich die ewige Dunkelheit anfühlen. Doch dann tötet ein Serienmörder vier Frauen, und die Polizei ist auf Lucas’ Hilfe angewiesen. Denn niemand kann Tatorte so gut lesen wie er.

Gemeinsam mit der jungen Psychiaterin Anna entwickelt er ein Täterprofil, scheint den Killer allmählich zu durchschauen. Aber dann wird die Mordserie unterbrochen. Etwas muss geschehen sein. Und Anna beginnt, Lucas zu hinterfragen. Denn auch sie hat in ihrem Leben schon in viele Abgründe geblickt …

Meine Meinung

Lucas ist Ermittler und Anna ist Profilerin. Beide ermitteln an unterschiedlichen Fällen. Lucas ist aber bekannt für seine ausgesprochen gute Arbeit und da Anna an ihrem Fall nicht weiterkommt, holt sie Lucas zu Hilfe. Und siehe da: Kaum ist er an ihrem Fall beteiligt, macht sie Fortschritte. Während der Ermittlungen stellen sie fest, dass der Fall, mit dem Lucas zuvor betraut war, in Zusammenhang mit den aktuellen Ermittlungen hängt.

Bei der Mordserie, die sie versuchen aufzudecken, geht es darum, dass ein Killer junge Frauen entführt und tötet. Relativ schnell kommen sie auch hinter das mögliche Motiv des Mörders. Ihnen wird klar, dass es irgendwo noch ein Mädchen geben muss, dass noch lebt, leider fehlt ihnen aber jeglicher Ansatz heraus zu finden, wo dieses Mädchen gerade ist. Natürlich versuchen sie, das Mädchen zu finden, dann nimmt alles aber doch noch eine ganz überraschende Wendung.

Die Geschichte ist zunächst ein bisschen wirr, was sich aber relativ schnell legt. Es wird abwechselnd aus der Sicht von Anna und Lucas erzählt, wobei die Sicht von Anna aus der Ich-Perspektive erzählt wird und die Lucas’ Sicht von einer Dritten Person erzählt wird. Es dauert auch eine ganze Zeit, bis klar wird, wer Anna überhaupt ist. Dennoch ist der Leser gleich am Anfang sehr schnell in der Geschichte drin und sobald das Wirrwarr sich etwas lichtet, macht das Lesen auch noch mehr Spaß.

Nach und nach merkt man beim Lesen auch, dass beide Protagonisten mit den Geistern ihrer Vergangenheit zu kämpfen haben und da eine schwer zu benennende Verbindung zwischen ihnen besteht. Die Figuren sind auch wirklich hervorragend ausgearbeitet – Lucas, der scheinbar von Dunkelheit angezogen wird, zwar Hochleistung im Job bringt, sich aber ansonsten dieser Dunkelheit nicht abwenden kann. Und Anna, die auch von einer gewissen Dunkelheit umgeben ist, aber alles daran setzt, sich ihr zu entziehen und sie zu verdrängen.

Die Geschichte nimmt nach und nach immer mehr Fahrt auf und hält dann eine krasse Wendung parat, die alles gleich noch spannender macht.

Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was mir ja immer gut gefällt, da man so nochmal schnell 2 oder 3 Kapitel liest, während man das Buch vielleicht schon zur Seite legen würde, wenn das Kapitel 30 oder 40 Seiten hätte.

Ein wirklich toller Thriller, den ich jedem nur empfehlen kann!

Das Opfer Null: Thriller
Federico Inverni - Penguin Verlag - Kindle Ausgabe - Auflage Nr. 0 (09.05.2017)

Richard Laymon Das Auge
Thriller

⌈Rezension⌋ Richard Laymon: Das Auge

20. April 2019

Buchinfos

Richard Laymon Das Auge

Titel: Das Auge

Autor: Richard Laymon

Genre: Thriller

Verlag: Heyne Hardcore Verlag

Erschienen: 11. September 2017

Seitenanzahl: 352 Seiten

Preis: 9,99 € e-book ¦ 9,99 € Taschenbuch

Inhalt

Sie sieht Dinge, die andere nicht sehen … grausame Dinge … Menschen, die sterben … Blut … Sie glaubt an ihre Visionen … Sie glaubt, dass diese Bilder reale Begebenheiten zeigen…Morde…Vielleicht hat sie recht … vielleicht ist sie einfach nur wahnsinnig …Wer weiß?

Meine Meinung

Melanie hatte vor einiger Zeit eine Vision, in der ihre Mutter gestorben ist. Tatsächlich ist ihre Mutter währenddessen gestorben. Nun hat sie erneut eine Vision, jedoch kann sie nicht genau sagen, ob darin ihre Schwester oder ihr Vater einen Unfall hat. Sie macht sich also sofort mit ihrem Freund, Bodie, auf den Weg zu ihrer Familie. Dort angekommen stellt sie fest, dass es ihrer Schwester gut geht. Ihr Vater jedoch liegt im Krankenhaus, er wurde von einem Auto angefahren.

Melanie ist überzeugt davon, dass seine neue (und deutlich jüngere) Frau eine Affäre hat. Sie ist sich sicher, dass ihre Stiefmutter und deren Liebhaber den Unfall verursacht haben, um sich das Geld ihres Vaters unter den Nagel zu reißen. Sie setzt also alles daran, die beiden zu überführen.

Der Klappentext klingt meiner Meinung nach sehr vielversprechend. Das Buch war dann aber so ganz anders als das, was ich mir darunter vorgestellt habe. Im Verlauf des Buches hat Melanie gerade einmal zwei der besagten Visionen. Und beide handeln von demselben Unfall. Der Unterschied ist nur, dass Melanie bei der zweiten Vision dann auch den Fahrer des Wagens erkennt. Das klingt im Klappentext anders, finde ich. Ich habe mir da wesentlich mehr Visionen vorgestellt und auch ausführlicher.

Viel Blut fließt auch nicht. Erst zum Ende und das auch nicht unbedingt viel…

Hinzukommt, dass Melanie’s Schwester Pen schon zu Anfang des Buches komische Anrufe eines Perversen erhält, vor denen sie sich sehr fürchtet. Diese dienen aber scheinbar einzig dem Zweck, die Story zwischen Bodie und Pen etwas auszubauen. Ich finde, diese ganze Anrufersache hätte Laymon etwas besser in die Geschichte einbauen können. So ist sie einfach eine kleine Nebenstory, die aber nicht so richtig zu allem passt.

Das Ende ging mir auch etwas zu schnell. Die Geschichte baut sich so langsam auf und dann am Ende geht es Knall auf Fall. Auch das Verhalten von Bodie und Pen ist mir teilweise etwas zu überstürzt und somit nicht nachvollziehbar.

Das Buch ist mit 352 Seiten recht dünn, hat kurze Kapitel und lässt sich somit flott lesen. Da war ich auch ganz froh drüber, denn gefunkt hat es zwischen dem Buch und mir leider nicht so richtig. Die Geschichte ist zwar nicht total bescheuert, aber überzeugen konnte sie mich nicht so richtig. Vieles ist vorhersehbar.

Auch ist das Thema Sex irgendwie ständig dabei. Nichts gegen Sexszenen in einem Buch, aber gibt es eigentlich überhaupt ein Buch von Laymon, in dem Sex mal gar keine Rolle spielt? Meiner Meinung nach übertreibt er es oft damit.

Das Auge: Roman
Richard Laymon - Heyne Verlag - Kindle Ausgabe

Richard Laymon: Das Ende
Thriller

⌈Rezension⌋ Richard Laymon: Das Ende

13. April 2019

Buchinfos

Richard Laymon: Das Ende

Titel: Das Ende

Autor: Richard Laymon

Genre: Thriller

Verlag: Heyne Hardcore Verlag

Erschienen: 12. März 2018

Seitenanzahl: 320 Seiten

Preis: 9,99 € e-book ¦ 9,99 € Taschenbuch

Inhalt

Er wartet auf euch … in schattigen Schluchten … in dunklen Wäldern … er lauert … um euch alles zu nehmen … euer Glück … eure Liebe … euer Leben … Er kommt immer näher … jagt euch … bis zum Ende!

Meine Meinung

Eine Frau wird getötet und enthauptet. Ein junges Pärchen findet die Leichte, aber nicht nur das – neben der Leiche liegt ein Mann, der mit dem Kopf der Frau abhaut, sobald er das Pärchen entdeckt. Natürlich rufen die beiden sofort die Polizei und machen ihre Aussagen. Besonder Faye, das Mädchen, wird von der Tragödie sehr mitgenommen und ist natürlich erst einmal ganz schön verstört.

Später am Tag verschwindet Faye plötzlich. Ihre Freunde erklären ihr Verschwinden ganz einfach mit dem Schock, den sie erlitten hat. Sie gehen davon aus, dass sie für ein paar Tage zu ihren Eltern gefahren ist, um sich von dem Vorfall zu erholen. Nachdem es aber jemand darauf abgesehen hat, ihren Freund, Bass, zu töten, wächst jedoch auch die Sorge um Faye.

Während der Ermittlungen stoßen die Polizisten auch auf einen Namen – Merton. Merton ist bereits vorbestraft und hat große Angst davor, wieder ins Gefängnis zu müssen. Die einzig logische Konsequenz ist es daher für ihn, dass er alle umbringt, die gegen ihn aussagen könnten.

Die Story an sich ist eigentlich ganz cool, teilweise ist sie aber doch auch ziemlich wirr und recht sprunghaft. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das ist ja grundsätzlich erstmal nichts Schlechtes. Meiner Meinung nach sollte man so etwas aber nicht übertreiben, was hier aber der Fall ist. Es gibt recht viele Charaktere im Buch und dadurch wird eben auch aus recht vielen Perspektiven erzählt. Dadurch fällt es schwer, Beziehungen zu den einzelnen Figuren aufzubauen. Man erfährt auch nur oberflächlich etwas sie, da fehlt einfach Tiefe.

Das Verhalten von Bass war nach Faye’s Verschwinden für mich auch total nicht nachvollziehbar. Anstatt dass er sich Sorgen um sich macht geht er mit ihrer Freundin ins Bett und interessiert sich im Grunde gar nicht dafür, dass sie plötzlich, ohne ein Wort zu sagen, abgehauen ist. Und besagte Freundin ganz ähnlich: Anstatt sich Sorgen um Faye zu machen, ist ihre einzige Sorge, wie sie Bass wohl ins Bett kriegen kann.

Es gibt einige Stellen, die auch einfach zu wenig ausgeführt werden. Merton z. B. versteckt sich bei einem anderen Mann. Aus dem Kontext ist erkennbar, dass dieser andere Mann offenbar verliebt ist in Merton. Was genau da aber für eine Beziehung zwischen beiden ist, wird nie ausdrücklich genannt. Auch das muss man sich irgendwie aus dem Kontext zusammenreimen.

Das Buch fängt zwar richtig gut an, wird im Verlauf aber leider immer schwächer.

Das Ende: Roman
Richard Laymon - Heyne Verlag - Kindle Ausgabe

Jack Ketchum - Wahnsinn
Thriller

⌈Rezension⌋ Jack Ketchum: Wahnsinn

7. April 2019

Buchinfos

Jack Ketchum - Wahnsinn

Titel: Wahnsinn

Autor: Jack Ketchum

Genre: Thriller

Verlag: Heyne Hardcore Verlag

Erschienen: 2. November 2009

Seitenanzahl: 352 Seiten

Preis: 7,99 € e-book ¦ 8,95 € Taschenbuch

Inhalt

Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Liddy die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf.

Sie informiert die Polizei und reicht die Scheidung ein. Arthurs Anwälten gelingt es jedoch, Liddy als nicht zurechnungsfähig hinzustellen. Während Liddy um ihr Sorgerecht kämpft, werden weibliche Leichen gefunden, die Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers.

Meine Meinung

In “Wahnsinn” geht es in erster Linie um den kleinen, 8-jährigen Robert, Sohn von Liddy und Arthur. Einige Jahre nachdem die beiden geheiratet haben, muss Liddy leider feststellen, wie gewalttätig Arthur ist. Als die Situation eines Abends völlig eskaliert, trifft Liddy die einzig richtige Entscheidung und trennt sich von Arthur.

Arthur darf seinen Sohn natürlich auch weiterhin noch sehen. Jedoch muss Liddy immer wieder neue komische Verhaltensmuster bei Robert feststellen. Eines Abends muss sie zu allem Überfluss dann auch noch bemerken, dass Arthur den kleinen Robert (mehrfach) sexuell missbraucht hat. Natürlich kontaktiert sie sofort einen Rechtsanwalt und setzt alles daran, dass Arthur der Kontakt zu Robert untersagt wird. Es beginnt einer langer und sehr belastender Rechtsstreit…

Bei diesem Buch braucht man schon gute Nerven. Ich lese ja sehr gerne Thriller und auch dieses Werk von Ketchum hat mir sehr gut gefallen. Ich möchte aber ausdrücklich darauf hinweisen, dass man dieses Buch nur dann lesen sollte, wenn man damit klar kommt, dass hier ein Kind brutal misshandelt wird. Der Missbrauch an sich wird zwar nicht ausgeführt, das macht es aber nicht weniger schlimm.

“Wahnsinn” ist als Titel auch ausgesprochen gut gewählt. Es gibt kein Wort, dass Arthur besser beschreiben könnte. Außer vielleicht “Arschloch”.

Der Schreibstil ist sehr fesselnd und die Geschichte nimmt mehr und mehr Fahrt auf. Die zweite Hälfte war bereits so spannend, dass ich sie an einem Abend durchgelesen habe, weil ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich wollte unbedingt wissen, wie der Prozess ausgeht.

Ein Wort was mir für dieses Buch direkt einfällt ist “erschütternd”. Was der arme Junge durchmachen muss ist einfach grausam. Und das schlimmste ist, dass ich mir vorstellen kann, dass Dinge oft genauso, bzw. sehr ähnlich, auch in der Realität ablaufen. Teilweise vielleicht sogar noch viel grausamer, da es sich auch viele Menschen gibt, die einfach wegsehen – aus Angst, aus Abhängigkeit oder was weiß ich aus welchen Gründen.

Besonders das Ende hat es in sich. Ich würde darauf gerne näher eingehen, aber ich nicht spoilern möchte, lasse ich das an dieser Stelle lieber.

Also, wenn du Thriller magst, lies dieses Buch! Es ist einfach krass und es zeigt einmal mehr, wie krank die Menschen sind. Auch wenn diese spezielle Geschichte nur Fiktion ist.

Wahnsinn: Roman
Jack Ketchum - Herausgeber: Heyne Verlag - Auflage Nr. 0 (02.11.2009) - Taschenbuch: 352 Seiten
8,95 EUR

Thriller

Stephen King: Revival

7. April 2019

Das Buch erzählt Jamie’s Lebensgeschichte über sehr viele Jahre hinweg und es wird im Verlauf des Buches ein immer größer werdender Spannungsbogen erzeugt.

Es ist aber schon deutlich, dass dieses Buch von dem „neuen“ Stephen King stammt; Übersinnliches/Unheimliches kommt nicht wirklich darin vor, dennoch ist es ein spannender Thiller. Auch wenn die Horrorelemente fehlen, ist diese Geschichte doch ziemlich verrückt und wer das mag, kommt sicher auf seine Kosten. Allerdings muss ich schon sagen, dass mir der „alte“ King besser gefallen hat. Auch wenn das Buch spannend war, ich habe auf etwas gehofft, dass an die älteren Bücher erinnert, weshalb ich von „Revival“ dann doch etwas enttäuscht bin.

Thriller

Kathleen Barber: Schläfst du noch?

7. April 2019

Josie’s Vater wurde vor einigen Jahren ermordet und der Nachbarsjunge wurde für diesen Mord verurteilt und verhaftet. Die Beweislage war jedoch etwas dürftig, so dass sich eine Journalistin entschließt, den Fall selbst noch einmal zu untersuchen. Ihre Ergebnisse und Fortschritte dokumentiert sie in ihrem „Wiederaufnahme“-Podcast.

Josie’s Mutter begeht dann auch noch Selbstmord, so dass Josie zur Beerdigung zurück in ihre Heimat zurückkehren muss. Dort wird sie mit dem gesamten Umfang ihrer Vergangenheit erneut konfrontiert. Da ist nicht nur die Sache mit dem Podcast, sondern auch noch ihre Zwillingsschwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat.

Der Grund für diesen Kontaktabbruch liegt zum einen darin begründet, dass Josie’s Schwester Lanie damals ihre Zeit lieber mit Drogen verbrachte und ihrer Familie dadurch das Leben schwer gemacht hat. Zum anderen wird öfters angedeutet, dass Lanie irgendetwas getan hat, was Josie ihr nicht verzeihen konnte. Als dann später aufgelöst wird, was Lanie so unverzeihliches getan hat, war ich doch etwas… enttäuscht wäre jetzt zu übertrieben ausgedrückt, aber an der entsprechende Stelle hatte ich einfach irgendwie etwas anderes, krasseres erwartet.

Während der Zeit in ihrer alten Heimat lebt Josie bei ihrer Tante. Ihre Mutter, die sich ja nun das Leben nahm, hatte auch früher immer mit psychischen Störungen zu kämpfen. Als Josie nun wieder zurück ist und sich auch die Beziehung zu ihrer Schwester wieder etwas aufbaut, stellt sie fest, dass es im Verhalten ihrer Schwester gewisse Ähnlichkeiten zu dem Verhalten ihrer psychisch kranken Mutter gibt. Durch diese Auffälligkeiten gepaart mit dem Podcast entstehen bei Josie eine Unsicherheit was den tatsächlichen Mörder ihres Vaters betrifft.

Am Ende bringt der „Wiederaufnahme“-Podcast tatsächlich ans Licht, dass nicht der Nachbarsjunge der Mörder war, sondern eine Person, mit der wohl nahezu kaum jemand gerechnet hat…

Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut, allerdings bin ich nicht so ganz sicher, ob das Genre „Thriller“ hier wirklich voll zutreffend ist. Es wird zwar ein Mord aufgeklärt und das Buch ist durchaus spannend, aber Thriller trifft es meiner Meinung nach doch nicht so ganz. Ich würde es eher als eine Art Mischung aus Familiendrama und Thriller nennen.

Zwischendurch gibt es im Buch immer wieder Rückblenden. Allerdings sind diese etwas unglücklich ins Buch eingebaut wurden. Es wird nicht immer sofort deutlich, dass es sich um eine Rückblende handelt, da es keine Zwischenüberschriften oder ähnliches gibt. Sie werden einfach nur durch einen neuen Absatz abgetrennt. Das macht es manchmal schwierig zu erkennen, dass man gerade eine solche Rückblende liest. Mich hat es jedenfalls das ein oder andere mal durcheinander gebracht, bis ich erkannt habe, dass der Teil, den ich gerade lese, nichts mit der Gegenwart zutun hat. Das fand ich sehr schade, denn eigentlich mag ich Rückblenden.

Auch wenn sich der Spannungsbogen eher langsam aufbaut, rätselt man doch bis zum Ende, wer nun tatsächlich der Mörder war. Meine Vermutung, die ich sehr schnell hatte, hat sich dann aber letztlich doch nicht bestätigt. So etwas finde ich immer sehr gut – wenn man sich eigentlich sicher ist, wer es war und dann doch total daneben liegt.

Fazit
Ein spannendes Buch, das zwar durch die Rückblenden manchmal etwas verwirrt, insgesamt aber durch seinen angenehmen Schreibstil und einer gut ausgearbeiteten Geschichte durchaus überzeugen kann.

Thriller

Karin Slaughter: Schwarze Wut

7. April 2019

Inhalt

Als krimineller Biker getarnt kommt Will Trent nach Macon, Georgia, um die Drahtzieher im dortigen Drogengeschäft zu entlarven. Sollte er erkannt werden, ist er ein toter Mann. Doch die Sache wird noch komplizierter, als klar wird, dass Detective Lena Adams in den Fall verwickelt ist. Nach einer Razzia auf einen Fixertreff wurde sie in ihrem Haus überfallen. Dabei wurde ihr Mann Jared schwer verletzt und liegt seitdem im Koma. Sollte Sara Linton erfahren, dass ihr Stiefsohn Jared zwischen Leben und Tod schwebt, wird sie nicht nur nach Macon kommen und Lena zur Rede stellen – sondern sie könnte auch Wills Tarnung auffliegen lassen. Will muss um jeden Preis verhindern, dass sie sich in die Ermittlungen einmischt – andernfalls würde es bedeuten, dass sie diesmal auf gegnerischen Seiten stehen …

Meine Meinung

„Schwarze Wut“ ist der 5. Teil der Georgia-Serie von Karin Slaughter. Die Geschichte dieses Teils lässt sich auch ohne Kenntnis der vorherigen Teile verstehen, jedoch ist es definitiv hilfreich, auch die anderen Bücher dieser Reihe gelesen zu haben, da man ansonsten ein paar Schwierigkeiten hat, einzelne Zusammenhänge und die Verstrickungen der handelnden Personen zu verstehen.

Schon im ersten Kapitel nimmt die Geschichte Fahrt auf und der Leser wird direkt in das neue Abenteuer von Will Trent, Sara Linton und Lena Adams hinein geworfen. Langeweile kommt auf keiner dieser 512 Seiten auf. Der Spannungsbogen ist Karin Slaughter hier hervorragend gelungen. Ist nicht leicht, das Buch aus der Hand zu legen, man kann es kaum erwarten zu erfahren, wie es weitergeht.

Der Schreibstil ist sehr flüßig, die Szenen werden detailreich geschildert, an der ein oder anderen Stelle sogar schon fast ein wenig zu detailreich. Thriller-Fans kommen hier absolut auf ihre Kosten!

Thriller

Stephen King: Finderlohn

7. April 2019

Ich liebe die alten Bücher von Stephen King und somit habe ich auch bei „Finderlohn“ wieder einmal auf ein ähnliches Konzept gehofft – vergebens, trotzdem würde ich hier nicht von einer Enttäuschung sprechen.

„Finderlohn“ ist bereits der zweite Teil der Bill-Hodges-Serie. Den ersten Teil habe ich bisher noch nicht gelesen, dadurch hatte ich bei diesem Buch aber keine Nachteile. Es ist sehr flüssig und mitreißend geschrieben und hält einige spannende Stellen bereit. Wenn schon keine Horrorgeschichte, so ist Stephen King hier aber ein äußerst guter Thriller gelungen, den ich gerne auch ein zweites Mal lesen werde.