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Horror

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Stephen King: The Stand

6. April 2019

Auf der Welt bricht eine Supergrippe aus, aufgrund der die große Mehrheit der Menschen qualvoll zu Tode kommt. Es gibt allerdings Ausnahmen, die immun gegen dieses Virus sind. Sie alle haben Träume, Träume von Mutter Abagail, einer 108-jährigen netten alten Frau sowie von Randall Flagg, einem bösen Mann, den sie alle als den „dunklen Mann“ wahrnehmen. Und so machen sich die letzten Überlebenden auf den Weg, die „guten“ Menschen gehen zu Mutter Abagail und die nicht ganz so guten machen sich auf den Weg zu Randall Flagg.

Beide Gruppen bauen jeweils erst einmal wieder eine Zivilisation nach ihren Vorstellungen auf. Im Laufe der Zeit passiert es aber, dass sich der ein oder andere doch etwas fehl am Platz vorkommt und die Seiten wechseln möchte, so dass es zu ersten Unruhen kommt.

Umso mehr die Zeit vergeht, umso klarer wird – ein Zusammentreffen der beiden Seiten, bei dem nur das Gute oder das Böse überleben kann, wird unvermeidlich. Daher macht sich eine Gruppe von Mutter Abagail auf den Weg nach Las Vegas – auf den Weg zu dem dunklen Mann.

„The Stand – Das letzte Gefecht“ hatte ich jetzt schon mehr als ein Jahr im Schrank liegen. Die 1.712 Seiten hatten eine leicht abschreckende Wirkung auf mich und ich hatte ein wenig die Befürchtung, dass die Hälfte des Buches einfach langweilig ist.

Aufgebaut ist „The Stand“ in drei Teilen – der erste Teil behandelt die Zeit während der Supergrippe. Man lernt die einzelnen Charaktere kennen und erfährt, wie ihr jeweiliges Leben in der „alten Welt“ war. Im zweiten Teil dreht sich dann alles um die Zeit nach der Supergrippe und dem Aufbau der neuen Zivilisation und im dritten Teil geht dann um das letzte Gefecht.

Die Geschichte konzentriert sich dabei nicht auf die Sicht einer einzelnen Person, sondern vielen verschiedenen. Am Anfang des Buches sind diese Personenwechsel etwas gewöhnungsbedürftig und ich kam anfangs zum Teil ein bisschen durcheinander. Nachdem jeder Charakter aber mehrmals „seinen Auftritt“ hatte, fiel es mir dann leichter, die Geschichten den einzelnen Personen zuzuordnen, bis es dann letztlich gar kein Problem mehr war. Ab dem zweiten Teil fließen die einzelnen Schicksale ohnehin ineinander.

Meine anfängliche Befürchtung, das Buch könnte aufgrund der vielen Seiten ziemlich langweilig werden, hat sich nicht bewahrheitet. Dadurch, dass mehrere Personen im Mittelpunkt des Buches stehen, gelingt es Stephen King, dass das Buch kaum langatmig wird.

Wirklich spannend wird es allerdings erst auf den letzten 150 Seiten, von denen der eigentliche „Endkampf“ auch nur einen kleinen Teil ausmacht. Da das Buch schon so dick ist, hätte ich mir gewünscht, dass das Ende noch ein bisschen spannender und vor allem auch umfangreicher ist.

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Stephen King: Vier nach Mitternacht

6. April 2019

„Vier nach Mitternacht“ umfasst vier Kurzromane von Stephen King. Wobei das Wort „Kurzroman“ nicht so ganz treffend ist, denn jeder der Romane hat mehrere Hundert Seiten. Das ist für ein King Buch zwar relativ wenig, trifft aber nach meinem Verständnis die Länge eines „normalen“ Romans. Aber gut.

Jede der Geschichten enthält einen Hauch Übersinnliches – die eine mehr, die andere weniger. Keine der Geschichten lässt einen nachts nicht mehr schlafen, aber so ein leichtes Gruseln beim Lesen ist doch ganz angenehm. Die Geschichten sind im typischen King-Stil verfasst.

Am besten gefallen haben mir die „Langoliers“.

Fazit

Stephen King wie man ihn kennt und liebt. Vier spannende Geschichten, die sich aufgrund ihres angenehmen Schreibstils viel schneller lesen lassen, als man es bei mehr als 1.100 Seiten erwarten würde.

Joe-Hill-Christmasland
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Joe Hill: Christmasland

15. Dezember 2018

Buchinfos

Joe-Hill-Christmasland

 

Titel: Christmasland

Autor: Joe Hill

Genre: Horror

Verlag: epubli

Erschienen: 23. September 2013

Seitenanzahl: 801 Seiten

Preis: 9,99 € e-book / 11,99 € Taschenbuch


Inhalt

Kinder, wollt ihr ewig leben?

Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach »Christmasland«, wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip.

Vicky, für ihren Vater einfach nur »das Gör«, hat die geheime Gabe, Dinge zu finden – verlorenen Schmuck, verlegte Fotos, Antworten auf unbeantwortbare Fragen. Dazu muss sie sich einfach nur auf ihr Fahrrad schwingen. Über die nahe gelegene alte Holzbrücke gelangt sie dann im Handumdrehen, wohin sie will, an all die meilenweit entfernten Orte, wo sich das Verlorene befindet. Der Kleinen ist klar, dass andere (ihre Eltern!) darüber nur ungläubig den Kopf schütteln würden. Sie glaubt es ja selbst nicht richtig.

Auch Charlie Manx hat eine spezielle Gabe. Er ist so in Kinder vernarrt, dass er sie gleich dutzendweise kidnappt. Über verborgene Wege bringt er sie in seinem unheimlichen Rolls-Royce nach »Christmasland«, wo er ewige Weihnacht zu feiern verspricht. Und da Vicky immer wieder Ärger anzieht, ist es kein Wunder, dass sich ihre Wege und die von Charlie irgendwann einmal kreuzen. Aber sie ist gewitzt genug, dem Häscher zu entkommen.

Das ist jetzt Jahre her, und aus dem einzigen Kind, das Charlie je entwischen konnte, ist eine junge Frau geworden, die am liebsten alles vergessen würde. Nur dass Charlie niemand ist, der etwas vergisst. Eines Tages nimmt er Vicky das Wichtigste in ihrem Leben. Kann sie es wiederfinden? Ein gnadenloser Kampf entbrennt, und Vicky will nur eines: Charlie endgültig vernichten …


Meine Meinung

Joe Hill ist der Sohn von Stephen King, da ich dessen Bücher sehr gerne lese war ich natürlich auch neugierig auch die Werke seine Sohnes. „Christmasland“ ist bereits sein dritter Roman, für mich war er allerdings der erste. Der Schreibstil und die Geschichte erinnern auch tatsächlich sehr an Stephen King. Die Geschichte wird spannend erzählt und obwohl das Buch mit 800 Seiten doch sehr dick ist, wird es nicht langweilig. Zwar ist die Geschichte nicht unbedingt realitätsnah erzählt, das tut dem Gesamtwerk aber keinen Abbruch.

Man lernt die einzelnen Figuren gut kennen und fiebert mit ihnen, besonders mit der Hauptfigur, dem „Gör“ namens Vicky – sie muss einige brenzliche Situationen durchstehen. An so mancher Stelle fiel es mir direkt schwer, nicht noch schneller lesen zu können.