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Historischer Roman

Historischer Roman

Virginia Baily: Im ersten Licht des Morgens

7. April 2019

Als Chiara eines Morgens im Jahr 1943 auf den Straßen in Rom unterwegs ist, wird sie Zeugin, wie viele jüdische Familien abtransportiert werden sollen. Zu einer dieser jüdischen Familien gehört ein kleiner Junge – Daniele Levi – dem man jedoch nicht ansieht, dass er tatsächlich jüdisch ist. Es gelingt ihr, vorzugeben, dass der Junge zu ihr gehört und ihn zu retten. Sie nimmt ihn also mit zu sich nach Hause und kümmert sich von da an um ihn.

Der kleine Daniele ist aber nicht der einzige, für den sie von nun an die Verantwortung trägt. Da ist auch noch ihre Schwester Cecilia, die auch noch an Epilepsie leidet. Cecilia ist ganz und gar nicht von dem unverhofften Familienzuwachs begeistert und hat auch keine Scheu, dies deutlich zu machen. Auch das Verhältnis zu Daniele ist schwierig. Er spricht kaum und ist sehr zurückhaltend, vermisst seine Familie.

Da die Situation in Rom sehr gefährlich ist und Chiara in ständiger Angst lebt, Daniele könnte auffliegen, beschließt sie, mit ihm und Cecilia zu ihrer Großmutter aufs Land zu fliehen. Auch dort bessern sich die Verhältnisse untereinander nicht.

Nach einiger Zeit auf dem Land stirbt Chiara’s Großmutter dann jedoch leider. Chiara beschließt dann, kurzzeitig mit dem Jungen zurück nach Rom zu gehen. Ihre Schwester lässt sie in dieser Zeit zurück bei Bekannten, die sich um sie kümmern und auf sie achten sollen. Cecilia verspricht sie, dass sie nach zwei Wochen zu ihr zurückkommen werde, hält ihr Versprechen jedoch nicht.

30 Jahre später – Maria ist 16 Jahre alt und lebt mit ihrer Familie in Wales. Sie findet heraus, dass ihr Vater gar nicht ihr wirklicher Vater ist. Ihr tatsächlicher Vater ist ein Mann namens Daniele Levi. Sie findet die Telefonnummer von Chiara und nimmt Kontakt zu ihr auf. Nach einigen Telefonaten einigen sich Maria und Chiara darauf, dass Maria den Sommer in Italien bei Chiara verbringt.

Noch weiß Maria aber nicht, dass Chiara so etwas wie ihre Großmutter ist. Sie denkt, Chiara sei lediglich die ehemalige Vermieterin von Daniele. Natürlich hofft sie aber darauf, einiges über ihren Vater zu erfahren und ihn vielleicht sogar in Italien ausfindig zu machen. Leider hat jedoch auch Chiara sämtliche Anhaltspunkte für eine Kontaktaufnahme mit Daniele verloren.

Die Geschichte, die in diesem Buch erzählt wird, ist sehr bewegend. Chiara denkt erst gar nicht darüber nach; sie nimmt einfach so eine so immense Verantwortung auf sich, um das Leben eines Kindes zu retten. Obwohl der Junge lange Zeit nicht richtig verstehen kann, dass sie ihm das Leben gerettet hat und dies immer wieder durch rebellisches Verhalten deutlich macht, liebt sie ihn doch so sehr, als wäre er ihr eigenes Kind. Chiara liebt diesen Jungen so sehr, dass sie ihre eigene Schwester auf gewisse Art für ihn fallen lässt.

Wobei… Eigentlich weiß ich gar nicht, ob man wirklich sagen kann, dass er es lange nicht verstanden hat, denn eigentlich könnte man sein Verhalten bis ins Erwachsenenalter so auslegen, dass er vielleicht sogar lieber mit seiner Familie gestorben wäre.

Als Daniele älter wird, fängt der an mit Drogen zu experimentieren und rutscht ab in die Sucht. Das ist der Grund dafür, dass Chiara irgendwann den Kontakt zu ihm verliert. Als Maria dann in ihrem Leben auftaucht, wird sie mit allem neu konfrontiert und ihr Gefühlsleben wird dadurch sehr aufgewühlt.

Über Daniele erfährt man im Buch eigentlich nicht wirklich viel. Man erfährt einiges über die ersten paar Jahre, die er bei Chiara verbracht hat und man erfährt, dass er später drogenabhängig wurde. Wie er sein Leben an sich aber ab seiner Jugend verbracht hat bleibt offen.

Die Kapitel springen zum Einen zwischen der Zeit 1943 und 1973 und die Kapitel, die von der Zeit in 1973 erzählen, wechseln sich dazu noch zwischen Chiara und Maria ab.

Die Themen Verantwortung, Aufopferung, Mut, Familie und Leid, die hier aufgegriffen werden, sind super in die Geschichte eingearbeitet und werden authentisch dargestellt. Besonders den Weg von Daniele in die Drogensucht finde ich sehr realitätsnah.

Leider hat mir in dem Buch aber irgendwie der Spannungsbogen gefehlt. Es wird viel erzählt und die Geschichte geht auch ans Herz, aber es passiert nicht wirklich viel. Gerne hätte ich auch etwas mehr über Daniele erfahren. Insbesondere seine Gedanken und Gefühle bleiben komplett außen vor, der Leser kann sich immer nur vorstellen, wie es ihm wohl gegangen sein mag. Da er der zentrale Punkt des Buches ist, finde ich das sehr schade.

Fazit
Mut, Verantwortung, Familie und Leid sind die Themen von „Im ersten Licht des Morgens“. Die zentrale Figur ist Daniele Levi, von dem man jedoch leider nur sehr, sehr wenig erfährt. Die Geschichte ist zwar sehr bewegend und authentisch, trotzdem ist es teilweise etwas langweilig.

Ulf Torreck Fest der Finsternis
Historischer Roman Thriller

Ulf Torreck: Fest der Finsternis

15. März 2019

Buchinfos

Ulf Torreck Fest der Finsternis

 

Titel: Fest der Finsternis

Autor: Ulf Torreck

Genre: Historischer Thriller

Verlag: Heyne Verlag

Erschienen: 13. Februar 2017

Seitenanzahl: 672 Seiten

Preis: 1,99 € e-book / 14,99 € Broschiert


Inhalt

Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos.

Der für seinen Jagdinstinkt berühmte Polizist Louis Marais arbeitet wie besessen an dem Fall. Marais weiß, dass es ein Monster braucht, um ein Monster zu jagen. Er greift auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses von Charenton sein Leben fristet. Doch damit führt Marais den Alptraum erst zu seiner wahren Größe …


Meine Meinung

Das hier war der erste historische Thriller, den ich gelesen habe. Die erste Hälfte des Buches hatte ich auch relativ schnell durch, dann stagnierte es aber irgendwie. Ich weiß nicht woran es lag, aber die zweite Hälfte war schwierig für mich. Ich kam einfach nicht mehr in die Geschichte rein und war froh, als das Buch zu Ende war.

Die Geschichte an sich fand ich schon cool, aber einfach zu lang.

Das Buch ist bereits der 2. Teil der Serie. Den ersten Teil habe ich bisher nicht gelesen (werde ich vermutlich auch nicht), das ist aber auch nicht für das Verständnis des zweiten Teils nötig.

Die Sprache entspricht der damaligen Zeit, woran man sich aber relativ schnell gewöhnt. Ansonsten ist der Sprachstil eigentlich sehr angenehm und gut verständlich.


Historischer Roman

Jim Thompson: Fürchte den Donner

15. März 2019

Buchinfos

 

Titel: Fürchte den Donner

Autor: Jim Thompson

Genre: Historischer Roman

Verlag: Heyne Hardcore Verlag

Erschienen: 14. Dezember 2015

Seitenanzahl: 464 Seiten

Preis: 9,99 € e-book / 9,99 € Taschenbuch


Inhalt

Willkommen in Verdon, Nebraska … Lincoln Fargo ist der Patriarch des Fargo-Clans, einer dekadenten Familie, die auf ihrem Landsitz in einer selbstgeschaffenen Welt des Abgründigen lebt. Fargo blickt auf ein Leben in Sünde zurück, seine gottesfürchtige Frau Pearl steigert sich in den Wahn, den Familienbesitz an Gott zu verkaufen, während ihr Sohn Grant immer weiter zerfällt. Doch dies ist nur die Oberfläche der Verkommenheit …


Meine Meinung

Der Funke bei diesem Buch ist leider einfach nicht übergesprungen. Der Klappentext machte mich neugierig und klang für mich interessant, so richtig konnte er aber nicht halten, was er versprochen hat. Oder was ich mir davon versprochen habe. Das Buch erzählt einfach die Geschichte einer Familie aus Nebraska. Eine etwas andere Familie, zugegeben, aber bei Weitem nicht so abgründig, dass dieses Buch auch tatsächlich in den Heyne Hardcore Verlag gehört.

Jeder der Charaktere hat so seine eigene Geschichte und alle diesen Geschichten sind irgendwie miteinander verbunden. Mir hat aber dennoch das große Ganze gefehlt. Auch fiel es mir schwer, den Überblick zu behalten, wer wer ist und in welchem Verhältnis zu wem steht. Ich habe die ganze Zeit darauf gewartet, dass etwas passiert, dass sich ein Spannungsbogen aufbaut. Leider vergeblich.

Beim Lesen ist es mir teilweise auch ganz schön schwer gefallen, gedanklich bei der Sache zu bleiben. Das Buch hat mich einfach nicht gefesselt.


Andres-Otter-Der-König-der-Gaukler
Historischer Roman

Andreas Otter: Der König der Gaukler

15. Dezember 2018

Buchinfos

Andres-Otter-Der-König-der-Gaukler

 

Titel: Der König der Gaukler

Autor: Andreas Otter

Genre: Thriller

Verlag: Books on Demand

Erschienen: 22. Mai 2018

Seitenanzahl: 460 Seiten

Preis: 2,08 € e-book / 14,99 € Taschenbuch


Inhalt

Schwaben, Mitte des 14. Jahrhunderts:

Nachdem seine Eltern bei einem Brand starben, ist der Köhlerbursche Simon besessen von dem Wunsch, Feuer zu beherrschen und der größte Feuerspucker aller Zeiten zu werden. Nach dem Ausbruch der Pest muss Simon jedoch sein Heimatdorf verlassen und trifft auf eine Gauklergruppe, die ihn aufnimmt. Von nun an gehört er dem fahrenden Volk an, das ausgestoßen und rechtlos die Menschen begeistert, während um sie herum die todbringende Seuche tobt.

Anna, eine kartenlegende Wahrsagerin, prophezeit Simon, dass sein Wunsch in Erfüllung gehen und er als Feuerspucker vom Volk bejubelt und von Königen ausgezeichnet werden wird. Simon ist fasziniert von der rätselhaften Frau, die ihn auf unerklärliche Weise berührt. Doch als Anna selbst an der Pest erkrankt, erfährt Simon, wer sie wirklich ist, und er begreift, dass Annas Geheimnis sie alle in Gefahr bringen kann.


Meine Meinung

Mirjam ist ein jüdisches Mädchen, das während der Judenverfolgung im 14. Jahrhundert ihre Eltern verliert. Die Häuser der Juden wurden damals niedergebrannt und die Menschen getötet. So verbindet sie viel Schlimmes mit dem Feuer. Nachdem ihre Eltern umgekommen sind, trifft sie auf eine Gauklergruppe, von der sie sowie ihr kleinen Bruder Eli aufgenommen werden. Mirjam erlernt das Kartenlesen und nimmt mit dieser Aufgabe ihren Platz in der Gruppe ein.

Simon verliert seine Eltern und seinen kleinen Bruder bei einem Hausbrand. Dieses Erlebnis prägt ihn natürlich sehr, so dass in ihm das Bedürfnis entsteht, Feuer kontrollieren zu können. Als er eines Tages auf die Gauklertruppe trifft, die auch Mirjam schon aufgenommen hat, setzt er alles daran, von ihnen aufgenommen zu werden und die Kunst des Feuerspuckens zu erlernen.

Gemeinsam zieht die Gruppe dann also durch das Land und das zu den widrigen Zeiten der Pest. Sie ziehen von Dorf zu Stadt und führen dort ihre Show auf, verdienen teilweise viel Geld. Mirjam und Simon merken mehr und mehr, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen und verlieben sich ineinander. Sie alle sehen wieder und wieder wie viele Menschen an der Pest sterben. Sie selbst werden lange Zeit verschont, bis Mirjam jedoch eines Tages ebenfalls an der Pest erkrankt. Wie durch ein Wunder überlebt sie jedoch.

Als sie sich längere Zeit in Köln aufhalten, sucht ein merkwürdiger Mann Mirjam des Öfteren auf, um sich von ihr die Karten legen zu lassen. Bereits bei ihrer ersten Begegnung bekommt sie wegen ihm ein komisches Gefühl. Nachdem sie Köln verlassen haben und nach Düren weiter gezogen sind, passiert etwas Schreckliches – Mirjam wird von dem komischen Mann entführt. Natürlich ist die ganze Gruppe – und insbesondere Simon – fürchterlich aufgelöst. Sie suchen monatelang nach ihr, da sie aber keinen wirklichen Hinweis darauf haben, wo sie sein könnte, bleibt ihre Suche lange Zeit ohne Erfolg.

„Der König der Gaukler“ ist einer der besten historischen Romane, die ich in den letzten 2-3 Jahren gelesen habe. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und es gelingt schnell, ein Gefühl für sie, besonders natürlich für Mirjam und Simon, zu bekommen. Ihre Schicksale sind sich so ähnlich, aber ihr Umgang mit dem Feuer ist danach so unterschiedlich.

Die Thematik der Pest nimmt natürlich einen relativ großen Teil im Buch ein. Immer wieder wird erwähnt, wie viele Menschen tot in den Straßengräben liegen und verbrannt wurden. Es ist unvorstellbar, wie die Menschen damals leben konnte, ohne ihren kompletten Lebensmut zu verlieren. Aber genau darauf geht der Autor auch immer wieder ein, indem es in der Geschichte immer wieder zur Sprache kommt, dass die Menschen aufgrund der aussichtslosen Lage besonders großzügig waren und die Auftritte der Gauklergruppe besonders genossen haben.

Ein weiteres zentrales Thema des Buches ist die Judenverfolgung. Es ist eine schlimme Vorstellung, dass damals ganze Stadtteile niedergebrannt wurden, nur weil dort Juden lebten. Und dass diese Menschen getötet wurden, nur weil sie Juden waren. Besonders furchtbar finde ich, dass ja sogar bis heute noch Vorurteile und Hass gegen sie gibt. Diese Vorurteile und dieser Hass in der heutigen Zeit richtet sich zwar nicht nur gegen die Juden, aber die sieht man doch mal, wie wenig wir uns Menschen im Grunde doch weiterentwickelt haben.

Das Ende des Buches hält dann noch eine Überraschung bereit, leider keine schöne. Obwohl… So kann ich das eigentlich nicht sagen. Eigentlich hält das Ende nämlich zwei Überraschungen bereit, eine schöne und eine sehr unschöne. Beide Überraschungen waren auf jeden Fall sehr emotional.

Während des Lesens lief die ganze Zeit die Geschichte parallel als Film in meinem Kopf ab. Es macht einen sehr gut recherchierten Eindruck und lässt sich schnell durchlesen.


 

Neil-Mackay-Des-Menschen-Furcht
Historischer Roman

Neil Mackay: Des Menschen Furcht

15. Dezember 2018

Buchinfos

Neil-Mackay-Des-Menschen-Furcht

Titel: Des Menschen Furcht

Autor: Neil Mackay

Genre: Historischer Roman

Verlag: Heyne Verlag

Erschienen: 11. Oktober 2016

Seitenanzahl: 544 Seiten

Preis: 11,99 € e-book


Inhalt

Das große Epos um den berüchtigsten Mörder des Mittelalters

Deutschland im ausgehenden 16. Jahrhundert: Immer noch steht Europa im Zeichen des finsteren Mittelalters. Aus der Gegend um Köln dringt beunruhigende Kunde. In Bedburg wird ein gewisser Peter Stumpf, genannt Stubbe-Peter, angeklagt, an die 70 Menschen ermordet zu haben.

Der Advokat Paulus Melchior soll zusammen mit einem fanatischen Inquisitor den Prozess leiten. Ihm zur Seite steht sein Adlatus William, der sich dem illustren Zug gen Bedburg anschließt und in das faszinierende Panorama einer Welt eintritt, wie wir sie nicht mehr kennen …


Meine Meinung

Leider ist dieser Roman doch etwas schwach, bzw. ausbaufähig. Ich mag historische Romane eigentlich sehr gerne, aber hier ist der Funke nur bedingt übergesprungen. Das Buch zieht sich teilweise doch sehr und ich dachte so manches Mal, der Autor solle mal langsam zum Punkt kommen. Wären einige Stellen kürzer gewesen, hätte dieses Buch weitaus mehr Potenzial haben können.

Es geht in diesem Buch vor allem darum, zu klären, ob Peter Stumpf der Prozess als Mensch oder als Werwolf gemacht werden soll. Es ist schon interessant, wie leicht beeinflussbar die Menschen doch waren und welche Macht die Kirche damals doch noch besaß.

Manche Stellen in diesem Buch sind nichts für schwache Nerven, da sie doch recht viel Brutalität in sich haben. Dies war dann manchmal das komplette Gegenteil von den manchmal doch sehr langatmigen Passagen.


 

Daniel-Wolf-Das-Licht-der-Welt
Historischer Roman

Daniel Wolf: Das Licht der Welt

15. Dezember 2018

Buchinfos

Daniel-Wolf-Das-Licht-der-Welt

 

Titel: Das Licht der Welt

Autor: Daniel Wolf

Genre: Historischer Roman

Verlag: Goldmann Verlag

Erschienen: 8. Dezember 2014

Seitenanzahl: 1153 Seiten

Preis: 8,99 € e-book / 9,99 € Taschenbuch / 11,13 € Hörbuch


Inhalt

In seiner Heimat tobt ein brutaler Krieg. Er kämpft für Frieden und Wohlstand. Doch er hat einen mächtigen Feind, der alles daransetzt, ihn zu vernichten.

Varennes-Saint-Jacques im Jahre des Herrn 1218: Eine Stadt, drei Menschen, drei Schicksale. Der Buchmaler Rémy Fleury träumt von einer Schule, in der jedermann lesen und schreiben lernen kann. Sein Vater Michel, Bürgermeister von Varennes, will seine Heimat zu Frieden und Wohlstand führen, während in Lothringen Krieg herrscht. Die junge Patrizierin Philippine ist in ihrer Vergangenheit gefangen und trifft eine folgenschwere Entscheidung. Sie alle eint der Wunsch nach einer besseren Zukunft, doch ihre Feinde lassen nichts unversucht, sie aufzuhalten. Besonders der ehrgeizige Ratsherr Anseau Lefèvre hat geschworen, die Familie Fleury zu vernichten. Niemand ahnt, dass Lefèvre selbst ein grausiges Geheimnis hegt …

Die Fortsetzung des grandiosen Mittelalter-Epos „Das Salz der Erde“; lesen Sie auch die E-Only-Zusatzgeschichte „Der Vasall des Königs“!


Meine Meinung

„Das Licht der Welt“ ist bereits der zweite Teil des Mittleralter-Epos von Daniel Wolf. Den ersten Teil habe ich (leider bisher) noch nicht gelesen, das schränkt das Verständnis für diesen Teil jedoch in keinster Weise ein. Es handelt sich hier nicht einfach nur um einen erfunden historischen Roman – im Gegenteil; man erfährt auch so einiges Historisches, in erster Linie geht es aber natürlich um eine fiktive Stadt und um fiktive Charaktere.

Das Buch ist sehr flüssig geschrieben. Liebe, Freundschaft, Feindschaft, Krieg fesseln den Leser von Anfang bis Ende. Man leidet mit den Figuren, man freut sich mit den Figuren und man hofft immer wieder, dass sich alles zum Guten wendet.

Von 1152 Seiten kann natürlich nicht jede einzelne spannend sein, da der Roman aber viele Handlungen und auch einige kleine Nebengeschichten enthält, entsteht trotzdem kein Gefühl der Langeweile, ich war am Ende doch überrascht, das Buch nach wenigen Tagen schon durchgelesen zu haben.