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Jugendbuch

Jugendbuch

Sophie Kinsella: Schau mir in die Augen, Audrey

7. April 2019

Inhalt von „Schau mir in die Augen, Audrey“
Audrey ist ein Teenager-Mädchen, das in einer liebevollen und leicht durchgeknallten Familie aufwächst. Ihr älterer Bruder ist süchtig nach Computerspielen, ihre Mutter nimmt die Daily Mail etwas zu ernst und sie selbst wurde an ihrer alten Schule von anderen Mädchen gemobbt – eine Erfahrung, die nicht ohne Folgen für sie blieb.

Zunächst verbrachte Audrey einige Zeit in einer Klinik und die folgenden Monate weiterhin in Therapie. Sie traut sich nicht mehr, das Haus zu verlassen und selbst in Gegenwart ihrer Familie trägt sie immer eine Sonnenbrille, da sie Blickkontakt nicht mehr erträgt. Audrey leidet sehr unter dieser Situation. Als aber plötzlich ein Freund ihres Bruder in ihr Leben tritt, fangen die Dinge an, sich zu verändern…

Meine Meinung
Mit diesem Buch dürfte ein relativ großes Zielpublikum angesprochen werden – Teenager, da der Hauptcharakter des Buches einer ist, Mütter, die sich in einigen Situation sicherlich mehr oder weniger wiederfinden, aber auch kinderlose Erwachsene (vermutlich in erster Linie Frauen), die an vielen Stellen einfach gut unterhalten werden.

Obwohl das Buch mit dem Thema Mobbing einen ernsten Hintergrund hat und zeigt, was Menschen, die meinen sich einen „Spaß“ zu machen, anderen Menschen überhaupt antun, ist es Sophie Kinsella gelungen, dennoch einen in erster Linie unterhaltsamen Roman zu verfassen. Sie vereint hier Witz und Ernsthaftigkeit auf großartige Weise.

Die Charaktere haben alle so ihre Besonderheiten, die jeden Charakter auf seine ganz eigene Art sympathisch macht.

Der erste Satz, bzw. die ersten zwei Sätze, lauten: „Oh Gott. Mom ist verrückt geworden.“ – und damit wird eigentlich schon der perfekte Einstieg ins Buch geliefert. Das Buch lässt sich von der ersten Seite an sehr flüssig lesen. Es ist ein perfektes Buch für einen schönen Sommertag, den man im Garten oder auf dem Balkon verbringt.

Was ich jedoch ein bisschen störend finde ist, dass man zwar erfährt, dass Audrey von ihren Mitschülern gemobbt wurde, jedoch nicht, was genau geschehen ist. Ich hätte es schöner gefunden, wenn dies im Laufe der Geschichte noch aufgelöst worden wäre.

Fazit
Typischer Sophie Kinsella Stil, der sich mit diesem Buch aber erstmals an ein jüngeres Publikum richtet. Obwohl das Buch ein ernstes und auch sehr aktuelle Thema – Mobbing – behandelt, kommt der Humor hier nicht zu kurz.

Jugendbuch

Marie Therese Goldmann: Schnee, das Pony aus dem Wald

7. April 2019

Claire ist liebevolle Pferdebesitzerin. Ihr Pferd muss jedoch leider aufgrund einer Kolik eingeschläfert werden. Da bricht für Claire natürlich eine Welt zusammen und wegen des enormen Schmerzes, den ihr Verlust auslöst, beschließt sie, dass sie nie wieder ein Pferd haben möchte. Sie möchte nie wieder einen solchen Verlust erleiden müssen.

Genau am 1. Todestag auf ihrem Weg von der Schule nach Hause entdeckt Claire dann ein kleines Pony – Schnee. Schnee steht ganz verlassen und scheu auf einer Koppel. Claire sieht zwar, dass Schnee scheinbar regelmäßig gefüttert wird, sie ist aber dennoch nicht sicher, ob Schnee tatsächlich jemanden gehört, denn das kleine Pony sieht sehr ungepflegt aus.

Diese Begegnung geht Claire einfach nicht mehr aus dem Kopf und so macht sie sich auf die Suche nach dem Besitzer. Schnell findet sie heraus, dass Schnee einer alten Frau gehört, die bereits viel verloren hat und sich daher nicht auch noch von ihrem Pony trennen kann. Leider ist die alte Frau aber auch nicht mehr allzu fit, so dass sie es nicht schafft, sich wirklich um Schnee zu kümmern. Zwar hat Claire sich geschworen, nie wieder ein Pferd haben zu wollen, jedoch tut ihr Schnee so leid, dass sie ihr Vorhaben über Board wirft und der Frau ihre Hilfe anbietet.

Die nächsten Wochen verbringt Claire also überwiegend bei Schnee. Sie gewinnt nach und nach das Vertrauen des Pferdes und bereitet ihm so endlich ein viel besseres Leben.

„Schnee – Das Pony aus dem Wald“ ist zwar ein Jugendbuch, aber dieses Buch ist auch für jeden Erwachsenen geeignet, der Tiere und besonders Pferde liebt.

Claire verfügt in ihrem jungen Alter bereits über so viel Verantwortungsbewusstsein und Hilfsbereitschaft, dass sich viele Menschen ein Beispiel an ihr nehmen sollten.

Die Geschichte ist sehr gut zu lesen. Ich war von der ersten Seite an in das Buch vertieft und musste an ein oder zwei Stellen auch ein paar Tränen verdrücken. Die Handlungen sind alle nachvollziehbar und ich denke, jeder, der schon einmal ein Tier besessen hat, kann sich gut in Claire und ihr Gefühlschaos, dass sie durchlebt als sie Schnee entdeckt, hineinversetzen.

Fazit
Ein sehr schönes Jugendbuch über die Liebe zu Pferden, Verantwortungsbewusstsein, Freundschaft und Hilfsbereitschaft, mit dem auch Erwachsene ein paar schöne Stunden verbringen können.

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Paige McKenzie, Alyssa Sheinmel: Sunshine Girl – Das Erwachen

7. April 2019

„Sunshine Girl – Das Erwachen“ ist bereits der zweite Teil dieser Reihe. Den ersten habe ich bisher nicht gelesen, muss aber sagen, dass diese Tatsache etwas störend beim Lesen war. Es kommen hin und wieder Personen vor und es wird über Ereignisse gesprochen, die zum ersten Teil gehörten, mit denen dann nicht viel anzufangen war. Manches dieser vergangenen Situationen wurde dann auch nicht weiter ausgeführt oder erklärt, so dass es beim Lesen dann schon etwas doof war.

Die Geschichte ist aber sehr spannend erzählt. Sunshine trifft auf so einige Schwierigkeiten und Herausforderungen und dazu noch mit dem Herzschmerz eines 16-jährigen Teenagers zu kämpfen.

Um das Buch tatsächlich in die Kategorie „Horror“ einzuordnen, fehlte mir allerdings noch ein bisschen der Gruselfaktor.

Das Ende ist mir kommt mir dann auch etwas zu plötzlich. Es bleiben einige offene Fragen, hinsichtlich deren Beantwortung man sich wohl bis zum dritten Teil gedulden muss.

Fazit

Ein spannendes Buch, das vermutlich besonders bei Mädchen im Teenageralter gut ankommt. Man sollte vorab allerdings am besten auch den ersten Teil lesen, um den zweiten Teil dann optimal verstehen zu können.

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John Corey Whaley: Hochgradig unlogisches Verhalten

7. April 2019

Solomon leidet unter Panikattacken, die sich im Laufe der Zeit so krass gesteigert haben, dass er sich nun seit drei Jahre nicht mehr traut, das Haus zu verlassen. Zu Hause hat er alles, was er braucht. Vor allem fühlt er sich zu Hause sicher. In den letzten drei Jahren hat er es nicht einmal geschafft, den Garten zu betreten.

Lisa ist ein sehr ehrgeiziges Mädchen. Sie hat die besten Noten in der Schule, einen tollen Freund und ein schönes Leben. Ihr Ziel ist ein Psychologiestudium. Sie ist sogar so ehrgeizig, dass sie auf die zweitbestes College zum Studieren will, weil sie sich dort bessere Chancen ausrechnet, die beste Studentin des Colleges zu sein und glaubt, dort weniger Konkurrenz zu haben als auf dem besten College.

Für ihre Collegebewerbung muss sie einen Aufsatz über ihre Erfahrungen mit psychischen Krankheiten schreiben. Da Solomon bis vor einigen Jahren auf dieselbe Schule ging wie sie, hat sie von seinen psychologischen Problemen etwas mitbekommen. Sie findet dann heraus, dass seine Mutter Zahnärztin ist und vereinbart dort einen Termin, um auf diese Weise Kontakt zu Soloman zu bekommen. Denn sie hat sich vorgenommen, dass er das Thema ihres Aufsatzes werden soll. Ihr Plan geht auf und es kommt zu einem Treffen zwischen den beiden. Dies ist etwas ganz Besonderes, denn Solomon verlässt nicht nur nicht das Haus; er hat abgesehen von seiner Familie auch keine sozialen Kontakte mehr.

Auf das erste Treffen folgt ein zweites und ein drittes und so entwickelt sich tatsächlich eine Freundschaft zwischen Lisa und Solomon.

Bei Solomon entsteht sogar der Wunsch nach einem Pool im Garten. Dieser Wunsch ist zwar auch mit Ängsten begleitet – Angst davor, dann doch nicht in den Garten zu gehen und seine Eltern damit zu enttäuschen – doch seine Großmutter macht kurzen Prozess und leitet alles in die Wege.

Nachdem es zwischen ihm und Lisa weiterhin so gut läuft, ist Solomon sogar dazu bereit, Clark, Lisa’s Freund, kennen zu lernen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb und so entwickelt sich auch zwischen ihnen eine tolle Freundschaft. Die drei sind ab dann fast täglich zusammen. Diese Freundschaft gibt Soloman Kraft und bei ihm entsteht mehr und mehr der Wunsch, wieder einmal nach draußen zu gehen. Nachdem Solomon’s Großmutter ihm seinen Pool-Wunsch dann tatsächlich erfüllt hat, schafft er es sogar, das Haus zu verlassen und den Garten zu betreten.

Später erfährt er jedoch, dass die Freundschaft nur auf Lisa’s Aufsatz beruht. Er fühlt sich verraten und betrogen, will Lisa nie wieder sehen, vermisst sie dann aber auf der anderen Seite auch sehr. Seine Familie versucht ihn davon zu überzeugen, dass diese Tatsache als Ausgangspunkt zwar nicht gut ist, dass die Freundschaft aber dennoch echt war und er das nicht wegwerfen soll. Erst ein Schicksalsschlag bringt ihn dazu, sich dann wieder bei Lisa zu melden.

Die Geschichte von Solomon hat mich sehr berührt. Er ist in seiner kleinen Welt gefangen. Zwar fühlt er sich wohl und sicher in ihr, ich glaube aber, dass er das nur deshalb tut, weil er gar nicht weiß, was er verpasst. Als da endlich wieder zwei Menschen von außerhalb in sein Leben kommen, merkt er doch, dass er eingeschränkt ist.

Es ist schon krass zu sehen, wie viel Kraft eine Freundschaft geben und wie sie ein Leben verändern – wie es besser machen kann.

Ob man selbst nun mit Panikattacken zu kämpfen hat oder nicht, dieses Buch zeigt einfach, dass Freundschaft wichtig ist, dass man seine Freundschaften pflegen sollte und wie wichtig es ist, für seine Freunde da zu sein. Manchmal gibt man jemanden so viel dadurch, dass man einfach nur da ist, ohne wirklich etwas zu tun. Das sollte man niemals vergessen.

Der Schreibstil ist so angenehm und die Geschichte so tiefgründig, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen kann. Ich hatte es nach wenigen Stunden durch.

Fazit
„Hochgradig unlogisches Verhalten“ ist ein sehr schönes Jugendbuch über Freundschaft und darüber, wie Freundschaft Berge versetzen kann.

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Jana von Bergner: Keiner weiß von uns

7. April 2019

„Keiner weiß von uns“ ist die Fortsetzung zu dem Buch „Keiner trennt uns„. Dieser erste Teil dieser Reihe konnte mich total überzeugen, obwohl ich eigentlich kein Fan von Jugendbüchern bin. „Keiner weiß von uns“ konnte da allerdings nicht so ganz mithalten.

Im Buch geht es um die Liebe zwischen einer minderjährigen Schülerin und ihrem Lehrer. Die beiden haben sich ineinander verliebt und versuchen, ihre Liebe geheim zu halten. Hierbei handelt es sich natürlich um eine sehr schwierige Beziehung, da ihnen alle nur erdenklichen Hindernisse im Weg stehen.

Jana von Bergner hat in diesem Buch, wie in all ihren anderen Büchern auch, zwar mal wieder ein hervorragendes Gespür für Emotionen gezeigt, allerdings war mir das Ende der Geschichte ein wenig zu viel. Ich möchte an dieser Stelle nicht spoilern, aber das Ende war für meinen Geschmack einfach etwas zu romantisiert. Trotzdem kann ich mir vorstellen, dass Jugendliche, die da ja eher die Zielgruppe sind, das ganz anders sehen.

Dennoch hat es Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Der Schreibstil der Autorin zieht einen einfach immer wieder in seinen Bann. Ihre Geschichten sind auch jedes Mal wieder sehr emotional und beschäftigen sich mit den Themen, über die eben nicht jede Woche 50 neue Bücher veröffentlicht werden. Allein das macht sie schon zu etwas Besonderem.

Fazit
Auch wenn mir das Ende der Geschichte ein bisschen too much war, ist „Keiner weiß von uns“ ein tolles Buch, dass sich mit einem Tabuthema beschäftigt. Die Emotionalität, die Jana von Bergner in ihre Bücher einfließen lässt, ist einfach einmalig.