Alexandra Götze: Ich liebe meinen Job

Ich habe hier eigentlich zunächst eine Art Sachbuch erwartet. Das Buch ist aber in Form einer unterhaltsamen Geschichte verfasst. In dem Hauptcharakter, Beatrice, kann sich wahrscheinlich jeder, der schon längere Zeit im gleichen Unternehmen arbeitet, mehr oder weniger wiederfinden.

Der Leser wird mitgenommen auf eine Reise durch Beatrice‘ Büroalltag. Sie ist von einigem genervt. Wie es aber meist üblich ist, geht sie davon aus, dass die Ursachen für die Dinge, die sie als Problem empfindet, natürlich nicht bei ihr selbst liegen. Während sie ihr Job-Tagebuch verfasst, fängt sie dann aber doch an, sich zu fragen, ob sie nicht doch bestehende Muster durchbrechen und anders an Dinge herangehen sollte.

Beim Lesen erkennt man sich selbst doch in der ein oder anderen Situation ganz gut wieder. Man wird daran erinnert, einfach mal den Blickwinkel zu ändern und mögliche Probleme aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Vor allem zeigt das Buch, dass man die Schuld nicht immer den anderen zuschieben sollte, sondern auch mal das eigene Verhalten und die eigene Einstellung zu reflektieren.